SHK-Handwerk

Treffen der SHK-Branche, um die Aufgaben von Morgen meistern zu können.

Zunächst einmal: Was heißt denn eigentlich SHK-Branche? Ganz einfach: Ausgeschrieben Sanitär-Heizung-Klima Branche. Die Agentur „Das erste Einhorn“ in Person von Jens Drebenstedt hatte viele Kollegen nach Hannover geladen, um über die Zukunft der Branche zu informieren bzw. gemeinsam darüber nachzudenken, wie sich die Welt und das Handwerk  verändern werden.

Natürlich konnten wir tollen Referenten zuhören und es begann gleich mit einem Kracher, denn der Politiker Dr. Gregor Gysi referierte zu den verschiedensten politischen Themen. Selbstverständlich hatte er erste Informationen aus dem politischen Berlin und dem Scheitern der Jamaika-Verhandlungen zu berichten. Weitere Themen von Gysi waren Europa, soziale Gerechtigkeit, Flüchtlingsproblematik uvm. Man kann zu diesem Mann stehen wie man mag, aber seine Ausführungen waren sehr spannend und immer wieder gewürzt mit einer großen Portion Humor und Sarkasmus!

Dr. Gysi in seinem Element..

Dr. Gegor Gysi

Digitalisierung und Disruption

Im Anschluß referierte dann Herr Prof. Dr. Kurt Matzler unter anderem zu dem Thema der Digitalisierung und führte gekonnt aus, was das für uns Menschen (und das Handwerk ) bedeutet. Nur um mal ein paar Beispiele zu nennen. Es wird nicht mehr lange dauern und dann werden Organe mit einem 3-D-Drucker hergestellt, der Handwerker wird zu dem Kunden fahren und das fehlende Ersatzteil „ausdrucken“. Die Arbeitswelt wird sich entscheidend ändern: Es wird bald keine Taxifahrer mehr geben, denn wir werden nur selbstfahrende Autos haben. Ampeln, Verkehrsschilder usw. brauchen wir dann sowieso nicht mehr!!

Prof. Matzler zu den Themen Digitalisierung und Disruption

Prof. Matzler

Was bedeutet Disruption? Es gründen sich immer wieder neue Start-Ups, die bahnbrechende Ideen haben, diese dann in die Tat umsetzten und somit werden ganze Industriezweige wie die Automobilindustrie der Vergangenheit angehören. Von den ca. 2 Mio Arbeitnehmern werden dann nur noch etwa 10% in dieser Sparte beschäftigt bleiben können. Diese Umwälzungen sind jetzt schon im Gange und die Fachleute sprechen hier von der Industrielisierung 4.0. Diese Veränderungen gehen rasend schnell einher und sind auch nicht aufzuhalten.

Im letzten Teil der Konferenz informierte uns Jens Drebenstedt über die verschiedensten Entwicklungen, die für das Handwerk entscheidend sind.

Ein großer Marktfür die SHK-Branche ist die Elektromobilität und die damit verbunden energieeffizienten Heizsysteme. Hier kann die Branche nicht nur viel für den Endverbraucher tun, sondern vor allem viel für die Umwelt!! In seiner Ansprache wurde ganz deutlich: Wir haben nur eine Mutter Erde und die gilt es zu bewahren – hier ist jeder gefordert.

Unser Wettbewerb ist immer weniger der Betrieb um die Ecke, sondern das Internet stellt uns alle hier vor neue Herausforderungen. Das Handwerk kann im Gegensatz zum Internet durch Service, den Dienst am Kunden oder eine anspruchsvolle Beratung, sei es bei der Badsanierung oder dem Austausch der Heizungsanlage, überzeugen.

Was ist mein Fazit dieses genialen Kogresses?

Man könnte Angst bekommen und sich in seinem Mauseloch verstecken wollen. Ich sehe es aber als eine große Chance für mich und meine Firma. Es geht nun darum die „Digitalisierung“ für das Handwerk zu kanalisieren und in unserem Betrieb voranzutreiben. Warum das Ganze? Für mich steht unser Kunde im Mittelpunkt allen Handeln und Denkens, so dass wir das beste Ergebnis für ihn erzielen können, so dass er nicht nur zufrieden sondern auch begeistert ist. Sicherlich ein sehr hoher Anspruch aber ich werde keinen Millimeter davon abrücken….

 

 

Was hat die Elektromobilität mit der lustigen Bürogesellschaft zu tun?

Diese Frage könnte man sich auch stellen, wenn man hier die lustige und entspannte Büromannschaft der Firma Reichert so sieht. Hierzu will ich Ihnen eine kleine Anekdote erzählen.

Ich hatte mir im Frühjahr ein kleines Elektroauto gekauft, mir eine kleine Tankstelle am Büro installieren lassen und kurve seitdem munter und entspannt durch das gesamte Rhein-Main-Gebiet. Der Clou an der Ladesäule besteht darin, dass diese in der Hauptsache durch den Photovoltaikstrom, den ich selbst erzeuge, gespeist wird. Also alles in allem eine preiswerte Methode der Fortbewegung.

Hier kommt der kleine Haken an der Geschichte (zumindest für mich)

Hierzu muß man wissen, dass ich nicht nur ein sehr tüchtiges und kompetentes Büro-Team habe, sondern auch ein sehr Lästerndes ( aber das macht die Würze auch aus). Natürlich war die erste Frage, wann ich denn das erste mal mit meinem neuen Auto liegenbleiben würde? Das wollte ich natürlich nicht auf mir sitzen lassen und hatte sogleich mit einer Wette gekontert. Um es kurz zu machen: Ich bin einmal liegengeblieben ( hatte mich einfach verzockt) und somit meine Wette verloren. Mein Wetteinsatz bestand darin mein Büroteam zum Frühstück einzuladen. Für diese Mitarbeiter mache ich eben fast alles. Und ich bleibe dabei:

Es lebe die Elektomobilität

 

 

 

Oder: Was bedeutet denn eigentlich Kundendienst?

Ich habe am Wochenende mal darüber nachgedacht, was das Wort Kundendienst im eigentlichen Sinne bedeutet. Hier steckt das alte Wort „Dienen“ drin, was es in unserem deutschen (modernen) Sprachgebrauch so in der Form gar nicht mehr gibt. Mir bedeutet es schon sehr viel, wenn wir unseren Kunden dienen können und das tun wir mit unserem Team auch sehr gerne. Für mich bedeutet das, dass wir unseren Kunden sehr entgegenkommen, so dass wir den berühmten Hammer nicht gleich um 16.00 Uhr fallen lassen. Daher haben wir den Nach-Feier-Abend-Service eingerichtet oder arbeiten abends länger um eine Badsanierung oder eine Kesselanierung termingerecht fertigstellen zu können.

Ein anderes Extrem hatten wir am Wochenende: Bei einem lngjährigen und treuen Industriekunden mußten aus produktionstechnischen Gründen am Wochenende Rohrleitungen verlegt werden. Unser Mitarbeiter Rene Süssig hat es möglich gemacht, hat sogar seinen Meisterkurs geschwänzt und hat hier dem Kunden gedient. Das nenne ich Einsatz!!! Besten Dank an dieser Stelle Rene!! (s. Bild mit Abbruchhammer)

Hier die Fotos der Rohrmontage bei unserem Industriekunden.

Aber das ganze hat auch Grenzen?!

Ich stelle mir aber auch umgekehrt die Frage, ob es unbedingt notwendig ist, spätabends ( ab ca. 23 Uhr abends) oder noch später einen Kundendienst anzufordern, wenn die Wohnung oder das Haus kalt ist. Kannn man sich denn da nicht auch mal ins Bett legen und bis zu dem nächsten Morgen warten? Ich denke hier auch an unsere Kundendienstmitarbeiter, die den ganzen Tag für unsere Kunden „brennen“. Oft ohne regelmäßige Arbeitszeiten oder Pausen. Hier sollte man partnerschaftlich miteinander umgehen und immer auch an den Anderen denken.

Nicht dass ich falsch verstanden werde: Selbstverständlich gibt es Dinge (z.B. einen Rohrbruch), die erdulden keinen Aufschub und dann muß auch ein Mitarbeiter von uns vor Ort sein um zu helfen, egal wann!!!